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arf nooz
Die ARF NOOZ sind unsere unregelmässig als Newsletter per Mail erscheinend Nonsensausbrüche. Wer will, dARF das ganze kostengünstig (vollkommen gratis) abonnieren. Es reicht ein Mail an arf@arftone.com mit dem Vermerk "Bitte bitte möchte ich zur elitären Posse gehören, denen das arfsche Geschreibse jeweilenst zuteile wird". Und wem das zu doof ist, der kann hier jeweils die aktuellen NOOZ, sowie alle vergangenen lesen.
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Hier die aktuelle Ausgabe (Juli 08)
***ARF NOOZ Juli 2008***

Ach, liebe Mitmenschen, welche ein wunderbarer Sommertag: Die brachiale Sonne schickt uns schon früh Morgens Sonnenbrand und Hautkrebs, die notgeil zwitschernden Vögel konkurrieren auf fiesen Frequenzen mit unseren Tinnitussen, die Luft stinkt nach Barbeque und der Kotze vom Vorabend und jeder Depp beweist mit offenem Fenster oder Autoverdeck, dass er den Musikgeschmack eines 9-Jährigen hat.
Doch so schön's auch ist, das Blatt hat sich bereits gewendet - respektive die Sonne hat sich gewendet, die Tage werden kürzer, schon bald wird sich wieder eine abkühlende Eiskruste über unser Land schieben, Dunkelheit wird regieren und Fussball kann man auch nicht ewig spielen, da kann sogar die UEFA nicht daran rütteln.
Der grosse Prophet weiss aber, wie dieses Unglück abgewendet werden kann. 10 Gebote, die wenn von allen befolgt, den Winter nicht aus dem Gefrierfach lassen und das beschriebene Sommerszenario ewig zelebrieren könnend zu tun haben ist.

Die 10 Gebote für den ewigen Sommer:

I) Lese diese Nooz ausnahmsweise zu Ende, wer weiss, ob dem Propheten noch mehr Gebote einfallen.

II) Besuche die Homepage des HillChill in Riehen: www.hillchill.ch.

III) Komme und sehe den ARF am 27. Juni um 19:45 musizierend am HillChill.

IV) Besuche die Homepage des Kulturflosses in Basel: www.imfluss.ch.

V) Komme und sehe den ARF am 4. August um 21:00 musizierend auf dem Floss.

VI) Beachte, dass die beiden genannten Spielzeiten minutiös stimmen.

VII) Besuche die Homepage alles Homepages: www.arftone.com. Dort werden viele lustige Sachen regelmässig im Wochentakt hochdatiert: Zum Beispiel der link der Woche, der einem viel Surfen im WWW erspart, weil Lustigeres findet man nirgends!

IX) Überlege, welche römische Zahl hier fehlt und wieso es überhaupt mehr als eine römische Zahl gibt, wo Rom doch in einem Tag erbaut wurde, und nur ein einziger Wege dorthin führt, oder so.

X) Warum gibt es keine Kurzgeschichten über Quantenphysikalische Theorien?

Zusammenfassend kann, ja muss festgehalten werden:
ARF am 27. Juni um 19:45 musizierend am HillChill, Riehen.
ARF am 4. August um 21:00 musizierend auf dem Floss, Basel.
ARF ständig schreibend auf www.arftone.com.

Mit hochachtungsvollen Grüssen bis demnächst und auf weiteres verbleibend, Stef, Beat, Flavio und der Rest von ARF

PS: Hier die versprochene Kurzgeschichte.

Bruckmüller und die Quanten - Eine kurze Kurzgeschichte über einen Mann ohne Hobby

Es war kein Tag wie jeder andere, zu gross war sein Hunger nach Quantenphysikalischen Theorien an jenem Morgen, wie Bruckmüller als erstes bemerkte, wobei S' den Dualraum der Schwartzfunktionen, die Fourier-Transformation sowie F - 1 die Rücktransformation bezeichnet. Dieses unbändige Verlangen nach den Regeln der feingliedrigen Physik irritierte Bruckmüller, schliesslich hatte er sich bis anhin noch nie den Verlockungen irgendeines Hobbys hingegeben, keine Modelleisenbahn, keine Briefmarkensammlung (obschon er an einem unüberlegten Freitag im Mai 1982 aus versehen eine sehr schön aussehende Briefmarke nicht umgehend ins Altpapier entsorgt hatte), keine Waldspaziergänge, keine Kirchenbesichtigungen, und - bewahre Gott - ganz sicher keine Quantenphysikalischen Theorien. Doch an jenem Morgen war alles anders: Die Wechselwirkung des Spins oder Eigendrehimpulses des Teilchens mit einem äusseren Magnetfeld wird in obiger Form der Schrödingergleichung nicht berücksichtigt, woraufhin sich Bruckmüller mit seinem ungeahnten Hunger irritiert ins Bad schleppte. Ein Blick in den Spiegel zeigte das gewohnte Bild: Stoppliger Bart, schütteres Haupthaar, alles wie immer, weder lorentzinvariant oder galilei-invariant, noch mittels des Noether-Theorems der Erhaltung der Normierung folgend, d. h. die Wahrscheinlichkeit ist eine Erhaltungsgrösse. Aber was war denn bloss los mit ihm? Bruckmüller, seit 38 Jahren städtischer Beamter in leitender Position hatte noch nie ein solches Ziehen verspürt, klar trank er mal einen über den Durst, aber dieses unbändige verlangen nach Quantenphysikalischen Theorien, das war doch nicht normal, so was. Zur Behandlung der Schrödingergleichung werden einheitlich die Sobolevräume gewählt, dachte er mit Verachtung, das Teilchen, das wie im Falle eines Elektrons oder Protons eine elektrische Ladung besitzt, grübelte Bruckmüller grimmig, ist doch kein Hobby für einen gesunden Geist. So verallgemeinert sich bei Anwesenheit eines äusseren elektromagnetischen Feldes der Hamiltonoperator in der Orts-Darstellung zu Brückmüllers Weg aus dem Bad in die Küche. Vielleicht habe ich etwas Quantenphysik im Kühlschrank, für Notfälle wie diesen. Doch siehe da: Die Amplitude für ein Teilchen in einer Dimension, das sich zum Zeitpunkt ta bei xa und zum Zeitpunkt tb bei xb befindet, ist gegeben durch die alphabetische Anordung der Esswaren in Bruckmüllers Kühlschrank, doch neben Quark und Quastenflosserfischstäbchen prangt dort ein Loch. Weit und breit keine Quantenphysikalischen Theorien. Bruckmüller ist verzweifelt und hat demnach die Dimension von Energie mal Zeit, also einer Wirkung oder eines Drehimpulses. Wir bezeichnen hierbei für Bruckmüllers Grössen für Intensitäten, Flussdichten und Spektralverteilungen, respektive die Lage des Strahlungsmaximums verschiebt sich, wie es das wiensche Verschiebungsgesetz verlangt, mit zunehmender Temperatur zu kürzeren Wellenlängen. Gleichzeitig nimmt gemäss dem Stefan-Boltzmann-Gesetz die gesamte spezifische Ausstrahlung (sie entspricht der Fläche unter der jeweiligen Kurve für die spektrale spezifische Ausstrahlung) mit der vierten Potenz der absoluten Temperatur zu. Dieses überproportionale Anwachsen der Strahlungsintensität mit steigender Temperatur macht es schwierig, Kurven über einen größeren Temperaturbereich in einem Diagramm darzustellen. Und Bruckmüller stirbt mit einem verklärten Lächeln im Gesicht auf seinem kühlen Küchenboden.

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